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Sommerakademie zur Rolle von Religionen in Konflikten

Montag, 22.08.2016

Der ambivalenten Rolle von Religion in Konflikten widmete sich heuer die traditionsreiche Sommerakademie auf der Friedensburg Schlaining im Burgenland.

„Im Namen der Religion wird jeden Tag Gewalt gegen Menschen ausgeübt. Dabei richtet sich Gewalt oftmals auch gegen Mitglieder der eigenen Gemeinschaft. Viele Religionen scheinen in den vergangenen zwei Jahrzehnten vermehrt in den Sog politischer Entwicklungen geraten zu sein. So ist Religion gegenwärtig in zwei Dritteln aller weltweiten Konflikte t ein mehr oder weniger bedeutendes Element“, berichtet Dr. Maximilian Laktisch vom Institut für Rechtswissenschaftliche Grundlagen der Uni Graz. Gleichzeitig ist Religion aber auch eine wichtige Basis und Voraussetzung zum friedlichen Zusammenleben, wie zahlreiche historische und aktuelle Beispiele zeigen. Nicht zuletzt um diesen vermeintlichen Widerspruch zu überbrücken, will die Sommerakademie über den komplexen Zusammenhang von Religion und Konflikt aufklären und Religion in ihrer ambivalenten Funktion in Konflikten beschreiben. Die fünftägige Akademie geht heute, am 8. Juli 2016, zu Ende.


Als Referenten der Uni Graz sprachen Joseph Marko, Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät, zur Rolle der Religion im säkularen Rechtsstaat, Univ.-Prof. Dr. Kerem Öktem vom Zentrum für Südosteuropastudien zur Funktion von Religion in der Konstituierung von Nationalstaaten und Dr. Maximilian Lakitsch vom Institut für Rechtswissenschaftliche Grundlagen zur Dynamik von religiösen Konflikten.  Die Beteiligung der Uni Graz fand im Rahmen des seit Anfang des Jahres an der Universität angesiedelten Konflikt-, Friedens- und Demokratiecluster statt. Die Eröffnungsworte sprachen der heute aus dem Amt scheidende Bundespräsident Heinz Fischer und der Linzer Diözesanbischof und Präsident von Pax Christi, Manfred Scheuer. Justizminister Wolfgang Brandstetter nahm ebenso an den Eröffnungsfeierlichkeiten teil.


Seit 33 Jahren gilt die Schlaininger Sommerakademie über die Grenzen Österreichs hinaus als traditionsreiche Diskussionsveranstaltung zu aktuellen Fragen der internationalen Politik. Sie wird von den deutschsprachigen Friedensbewegungen als Begegnungsort genutzt und von mehr als 200 Gästen aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung als Ort der Debatte geschätzt. Im Konflikt-, Friedens- und Demokratiecluster kooperiert die Uni Graz mit dem Österreichischen Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung an der Burg Schlaining, dem Demokratiezentrum Wien sowie dem Institut für Konfliktforschung.

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