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Lehre des CPDC


Wintersemester 2022

  • KS Partizipation – Demokratie – Bildung (Aktuelle Herausforderungen und Handlungsperspektiven für die Demokratie) (Sarah Straub)
    In dieser Lehrveranstaltung wollen wir zentrale aktuelle Herausforderungen, damit verbundene Kontroversen und schließlich Handlungsperspektiven in der Demokratie diskutieren und deren engen Bezug zu unserer Lebensrealität herausarbeiten. Die Einheiten finden geblockt statt. Es werden thematisch unter anderem aktuelle Krisenerfahrungen in der Demokratie wie exemplarisch im Zusammenhang mit COVID-19:
    - Verschwörungserzählungen
    - Rassismus (und andere Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit)
    - Inklusion/ Exklusion von bestimmten Gruppen im Zusammenhang mit sozialen Rechten und Citizenship
    - Klimakrise
    - Partizipation in Krisenzeiten und die Rolle der Zivilgesellschaft
    aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Die Überbegriffe Demokratiebewusstsein, Öffentlichkeit und Partizipation bilden den Analyserahmen für unsere Auseinandersetzungen.
     
  • KS Religiöse und politische Radikalisierung: Politische Bildung als Präventivmaßnahme? (Wonisch, Kerstin; Zeba, Mattia)
    Einführung in Faktoren, Dynamiken, Konzepte, Akteure, Netzwerke und sozio-kulturelle sowie historische Hintergründe, die Entfremdung, Polarisierung und letztlich Radikalisierung vorantreiben können. Auseinandersetzung mit Deradikalisierungsstrategien und -programmen, sowie mit rechtlichen Rahmenbedingungen in diesem Kontext. Beschäftigung mit den vier wichtigsten Aspekten der politischen Bildung, nämlich Werte, Tugenden, Identität und staatsbürgerliches Wissen, die darauf abzielen, Vorurteile und Konflikte abzubauen und Empathie, demokratische Kompetenz und ein gemeinsames Zugehörigkeitsgefühl zu fördern.
     
  • VU Problemfelder der Friedens- und Konfliktforschung (Lakitsch, Maximilian; Pirker, Jürgen)
    Die Lehrveranstaltung stellt wichtige Grundlagen der Friedens- und Konfliktforschung vor. Dabei geht es um die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Methoden, Konflikten in ihrer Komplexität zu begegnen und entgegen. Von großer Relevanz ist die nachhaltige Beendigung gewaltförmiger Konflikte, ob in lokalen, nationalen oder internationalen Kontexten. Im Rahmen der LV werden Konfliktdynamiken in ihrer rechtlichen, politischen, sozialen oder kulturellen Einbettung erörtert. Auf dieser Grundlage werden unterschiedliche rechtliche, politikwissenschaftliche oder auch sozialpsychologische Paradigmen der Konfliktbearbeitung vorgestellt.

 

Sommersemester 22/23

  • VU Konfliktdynamiken und Gewalt (Haller, Birgitt)
    Österreich hat im EU-Vergleich den relativ höchsten Anteil an Femiziden. Aus der Forschung ist bekannt, dass der gefährlichste Ort für Frauen oft das eigene Zuhause darstellt. So ist jede fünfte Frau in Europa im Laufe ihres Lebens zumindest einmal von Partnergewalt betroffen. Dabei hat Österreich eines der fortschrittlichsten Opferschutzgesetze und ein bundesweites Netzwerk von Opferschutzstrukturen vorzuweisen. In dieser Lehrveranstaltung setzen wir uns damit auseinander, was Gewalt gegen Frauen bedeutet, mit personaler/struktureller/symbolischer Gewalt, wie sich diese vor allem angesichts digitaler Entwicklungen verändert (Stichwort: Internet of Things, Hass im Netz), und wie misogyne Gewalt in einem breiteren gesellschaftlichen Kontext einzuordnen ist in Verbindung mit anderen Herrschaftsverhältnissen und reaktionären Entwicklungen. Ein spezieller Fokus wird hier auf den in den letzten Jahren (international) erstarkenden Antifeminismus gelegt.
     
  • SE Peace Processes in Fragile Contexts (Pospisil, Jan)
    • Praxis und Charakteristika von Friedensprozessen in bewaffneten Konflikten
    • Trends und Dynamiken in Friedensprozessen
    • Power-Sharing-Mechanismen
    • Inklusivität in Friedensprozessen
    • Grundelemente von Friedensprozessen: DDR, SSR, Transitional Justice
    • Informelle Friedensakteure und pragmatischer Umgang mit bewaffneter Gewalt
     
  • VO The Law and Politics of International Intervention (Harzl, Benedikt)
    • Völkerrechtliche Grundlagen staatlicher Souveränität und internationaler (militärischer) Intervention
    • Das internationale Gewaltverbot
    • Internationale Institutionen und Rahmen von internationalem Engagement für Sicherheit und Frieden
    • Rechtliche Grundlagen von Peace Making, Peacekeeping und Peacebuilding
    • Entwicklung militärischer Einsätze zur Friedensschaffung: vom Paradigma der humanitären Intervention hin zur Responsibility to protect bzw. Protection of Civilians
     
  • VU Die Europäische Union als Friedensakteur (Lakitsch, Maximilian)
    Die Europäische Union ist ein Friedensprojekt. Ihre Ursprünge liegen im Bestreben, die nicht abreißenden politischen und bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Deutschland und Frankreich zu überwinden. Mit voranschreitender politischer Integration der EU und zunehmender Autonomie auch in außenpolitischen Belangen, hat diese auch die Möglichkeit, auf internationaler Ebene als Friedensakteur aufzutreten. Gleichzeitig wird immer wieder gefordert, die EU solle doch eine zunehmend multilaterale Welt neben den USA, Russland und China mitgestalten. Die LV diskutiert die unterschiedlichen Möglichkeiten der EU, als Friedensakteur zu agieren: ob mittels regionaler Assoziierung im Rahmen der Europäischen Nachbarschaftspolitik mit ihren Nachbarn in Osteuropa sowie dem Nahen Osten und Nordafrika, mit diplomatischen Mitteln etwa als Mediatorin oder als eine Friedensmissionen schaffende und unterstützende Organisation.
     
  • VO Introduction to Peacebuilding (Lakitsch, Maximilian)
    Peacebuilding bemüht sich um die Schaffung vielfältiger politischer, rechtlicher, gesellschaftlicher, wirtschaftlicher oder kultureller Fundamente zur nachhaltigen Verhinderung des Ausbruch bzw. Wiederausbruchs bewaffneter Gewalt. Doch trotz der Aufbruchsstimmung und des Enthusiasmus nach Ende des Kalten Krieges innerhalb der Internationalen Staatengemeinschaft sind nicht nur die neuesten Initiativen des internationalen Friedensengagements im Südsudan, in Libyen oder der Demokratischen Republik Kongo wenig effektiv. Die meisten in den jüngsten Jahren für beendet erklärten bewaffneten Konflikte drohen erneut auszubrechen. Gleichzeitig ist Peacebuilding ein äußerst reflektiertes Unternehmen, das sich strategisch zumeist am Erfolg bzw. Misserfolg in der Praxis orientiert. Das betrifft sowohl Wissenschaft als auch Praxis bis hinauf zum Generalsekretariat und Sicherheitsrat der Vereinten Nationen. Die Vorlesung versucht einen Einblick zu vermitteln in die Verquickungen von Peacebuilding und der Internationalen Staatengemeinschaft. Dies soll u.a. vor dem Hintergrund weltpolitischer Umbrüche und Entwicklungen geschehen. Auf dieser Grundlagen werden unterschiedliche Paradigmen und Konzepte von Peacebuilding vorgestellt und kritisch diskutiert.

Contact

MMag. Dr.

Maximilian Lakitsch

MA

Universitätsstraße 15 Bauteil B/I
8010 Graz

Telefon:+43 (0)316 380 - 6726

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