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Projekte

Aktuelle Projekte

  • Kinderrechte in Darfur: Mediation mit bewaffneten Rebellengruppen zu Menschenrechten
    Wie kann eine Krise gelöst werden, die mehrere hunderttausend Todesopfer gefordert hat? Der Darfur-Konflikt beherrscht seit mehr als 15 Jahren das zentralafrikanische Gebiet rund um den Sudan. Dabei bemüht sich ein Projekt des CPDC, wissenschaftliches und praktisches Knowhow einzubringen, um Lösungen zu finden. Begleitet durch ExpertInnen des Europäischen Trainingszentrums für Menschenrechte und Demokratie an der Universität Graz (UNI-ETC) sowie das Österreichische Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung (ASPR) verhandelten Ende März zwei einflussreiche Rebellengruppen in Stadtschlaining sowie Graz. Die hochrangigen VertreterInnen einigten sich auf ein Abschlussdokument mit Maßnahmen zur Verbesserung der Situation der binnenvertriebenen Zivilbevölkerung in der Krisenregion.
    Wenige Wochen nach diesen Verhandlungen wurde der autokratisch herrschende sudanesische Präsident Omar Bashir gestürzt. In dieser Umbruchsphase konnte das UNI-ETC gemeinsam mit dem ASPR, die in der Allianz „Sudan Call“ zusammengeschlossenen Oppositionsparteien bei Verhandlungen über die Bildung einer zivilen Übergangsregierung begleiten und ein Treffen der Allianz in Österreich technisch und logistisch unterstützen.
     
  • Politisch-religiöser Dialog zum Konflikt um den Tempelberg / Haram al-Sharif

    Das ASPR Schlaining, das Herbert C. Kelman Institute und die Universität Graz unterstützen eine Gruppe jüdischer und palästinensischer AktionsforscherInnen, die die Komplexität der politisch-religiösen Dimensionen des israelisch-palästinensischen Konflikts durch konstruktive Gespräche untereinander, Tiefeninterviews mit ihren jeweiligen Stakeholdern sowie gemeinsame internationale Studienreisen besser verstehen wollen, um dadurch neue Perspektiven für kreative Konfliktbearbeitung auf verschiedenen Ebenen zu gewinnen – von der Mikroebene des Konflikts um den Tempelberg / Haram al-Sharif über die Mesoebene des Konflikts um Jerusalem, die Makroebene des israelisch-palästinensischen Nahost-Konflikts bis zur regionalen und globalen Megaebene des interkulturellen Konflikts zwischen Judentum und Islam. In den letzten beiden Jahren ist es vor allem gelungen, die lokale Ownership der Projektgruppe und die Kapazitäten für eine lokale „Inside Facilitation“ zu stärken, trotz der empfindlichen Rückschläge für einen neuen Friedensprozess auf der Makroebene. 
     

  • Dialogprojekt “Friedensregion Alpen-Adria”Envisioning the Future by Dealing with the Past 

    Seit 2013 widmet sich dieses Projekt dem Aufbau eines mehrjährigen, grenzübergreifenden Dialogprozesses zum Umgang mit Geschichte, Gegenwart und Zukunft in der Alpen-Adria-Region. Dabei wurde und wird versucht VertreterInnen von Wissenschaft und Zivilgesellschaft aus Österreich und Slowenien in einen kreativen Dialog über Erinnerungskulturen und Zukunftsentwürfe in der Alpen-Adria-Region zu bringen. Ziele des Projekts sind die Entwicklung von gemeinsamen, grenzübergreifenden Positionen und Perspektiven innerhalb der Dialoggruppe, die Erarbeitung politikrelevanter Empfehlungen für Zivilgesellschaft und EntscheidungsträgerInnen sowie die Vorbereitung öffentlichkeitswirksamer Aktionen und Initiativen. Dies geschieht einerseits in Hinblick auf die transgenerationellen Auswirkungen historischer Traumata, mit der Perspektive eines neuen Umgangs mit Vergangenheit, andererseits in Hinblick auf die Konkretisierung einer gemeinsamen Zukunftsvision  „Friedensregion Alpen-Adria“. Das Projekt wird von einer Steuerungsgruppe koordiniert, die von zivilgesellschaftlichen KoordinatorInnen und wissenschaftlichen BegleitforscherInnen aus Klagenfurt, Graz und Ljubljana besteht. Dabei kooperieren die Universität Graz mit dem Herbert C. Kelman Institute, dem ASPR Schlaining, dem Institute for Ethnic Studies in Ljubljana, dem Slowenischen Wissenschaftlichen Institut (SZI) und der Fachhochschule Kärnten.
     

  • CPD Policy Blog: policyblog.uni-graz.at

    Dem CPDC ist es gelungen, zusammen mit dem Wiener Think Tank Shabka eine außergewöhnliche Wissensplattform zu schaffen. Der Conflict, Peace and Democracy Policy Blog verknüpft seit fast drei Jahren wissenschaftliche Expertise mit praktischen Handlungsempfehlungen. Der Policy Blog fungiert damit als Bindeglied zwischen Wissenschaft einerseits und politischen EntscheidungsträgerInnen und Zivilgesellschaft andererseits. Mit diesem Medium kann eine internationale Leserschaft, auch über europäische Grenzen hinweg, erreicht werden. Damit weisen sich Universität Graz und der CPDC als Kompetenzstandort für gesellschaftlich und politisch relevantes „Orientierungswissen“ aus. Für einen gelungenen Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis ist es elementar, politische und gesellschaftliche Diskussionen inklusiv zu gestalten. Daher verfolgt der Policy Blog einen niederschwelligen Ansatz, um Wissen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Ein neues Element ist dabei die Aufbereitung der Artikel in einfacher Sprache oder Plain English.  Auch junge ExpertInnen und WissenschaftlerInnen werden ermutigt, sich mit Artikeln am Diskurs zu beteiligen. Dies schafft die Möglichkeit, zu einem diverseren Wissensaustausch beizutragen und unterschiedliche Perspektiven widerzuspiegeln. Der Policy Blog hat sich damit zu einer stetig wachsenden Publikationsplattform entwickelt.

    https://policyblog.uni-graz.at/

     
  • Der Krise der Demokratie entgegentreten: Die Rolle unkonventioneller Formen politischer Partizipation für politische Legitimität (D-A-CH-Antrag)

    Das Modell der repräsentativen Demokratie sieht sich zusehends unterschiedlichster Kritik und Herausforderungen ausgesetzt. Diese werden häufig unter dem Begriff des Legitimitätsdefizits zusammengefasst. Auch wenn die Kritiken vielgestaltig und differenziert sind, so scheint die Forderung nach mehr direkter Demokratie bzw. nach mehr Möglichkeiten der Partizipation von BürgerInnen den Diskurs zu dominieren. Dabei wird suggeriert, dass Instrumente der lokalen Partizipation Fragen der Legitimität des politischen Systems auf der nationalen Ebene beeinflussen könnten. Vor diesem Hintergrund untersucht das Projektvorhaben, inwiefern mittel- bis langfristige deliberative Instrumente der Partizipation auf lokaler Ebene dazu beitragen, die (wahrgenommene) Legitimität des politischen Systems zu stärken. Dazu werden mehrere Case Studies aus den Partnerländern Österreich, Deutschland und Schweiz untersucht. Unter der Leitung des Demokratiezentrums Wien sind neben ForscherInnen unterschiedlichster Institute und Fakultäten der Universität Graz auch das Institut für Konfliktforschung involviert.
    Die Einreichung wird im ersten Quartal 2020 in Form eines D-A-CH-Antrags erfolgen.

  • Peacekeeping and Peacebuilding Training
    Im Rahmen des CDP-Clusters hat vor allem das ASPR langjährige Expertise in der Konzipierung und Durchführung von Peacebuilding-Trainingsprogrammen. Im Rahmen des „International Civilian Peacekeeping and Peacebuilding-Training Programmes“ werden besonders zivile ExpertInnen für oder in ihrer Arbeit hinsichtlich Peacebuilding in Krisen-, Konflikt- und Post-Konfliktgebieten aus- und weitergebildet. Teilnehmende sind Fachleute aus verschiedenen Berufsfeldern und Ländern, welche sowohl für internationale, als auch für staatliche und nicht-staatliche Organisationen arbeiten. Trainiert werden sie von unserem Pool aus ExpertInnen mit langjähriger Erfahrung im Einsatz in Krisen-, Konflikt- und Post-Konfliktgebieten. Damit bietet das ASPR zweimal jährlich Grundkurse für Friedensfachkräfte an, sowie variierende Spezialisierungskurse und Masterklassen – 2019 etwa zu Themen wie Dialog, Konflikttransformation und Gender, Intersektionalität und Friedensarbeit. Mit 2020 startet das ASPR auch ein Pilot-Training im Ausland, welches besonders nationale und regionale Netzwerke und Austausch unterstützen soll und auch dem Umstand Rechnung trägt, dass es immer schwieriger für Teilnehmende aus Krisenregionen wird, in Österreich einzureisen. Mit einer Laufzeit von fast 30 Jahren gibt es bereits über 2000 AbsolventInnen aus der ganzen Welt. Im letzten Jahr besuchten insgesamt 74 Teilnehmende aus 44 verschiedenen Ländern einen oder mehrere Kurse.
     

  • Summer Academy on OSCE

    Dieses Training, das sich mit der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (mit Sitz in Wien) konstruktiv-kritisch auseinandersetzt und angeleitet von Expert*innen einen Blick auf Mandate, politische Ziele, Aktivitäten, Player, Erfolge, Chancen und Grenzen der Organisation wirft, findet seit 1997 jährlich am ASPR statt. Zielgruppe sind einerseits Jungdiplomat*innen, die bei der OSZE arbeiten oder in ihrem Außenministerium mit OSZE-Agenden betraut sind, sowie andererseits Vertreter*innen von NGOs, Universitäten/Think Tanks, Medien, der Zivilgesellschaft u.ä., die mit der OSZE kooperieren. Obwohl unabhängig von der OSZE, wird die Akademie in Zusammenarbeit mit verschiedenen OSZE-Institutionen, deren Vertreter*innen zu Podiumsdiskussionen, Workshops und Vorträgen eingeladen werden, organisiert. Ein Highlight der Akademie ist der Besuch des Ständigen Rates in Wien, wo internationale Politik hautnah erlebt werden kann.
    Aktuelle Informationen.
     

  • Friedenswochen am ASPR
    Knapp 14.000 Schüler*innen aus ganz Österreich haben seit Projektstart 2007 an Friedenswochen auf Burg Schlaining teilgenommen. Inhaltlich fokussiert das Projekt auf Training in den Bereichen Konfliktmanagement und Gewaltprävention, wertschätzende Kommunikation und Teambuilding. Dabei werden innovative und interaktive Methoden aus der Friedens-, Erlebnis- und Sozialpädagogik verwendet, um die Kinder und Jugendlichen bestmöglich zu erreichen. Jedes Programm wird individuell auf die jeweilige Gruppe zugeschnitten, um möglichst wirksam sein und die Klassensituation gemeinsam mit den Schüler*innen durch mehr Konflikt- und Friedenskompetenzen nachhaltig verbessern zu können. Auch globale Themen wir Menschenrechte – Kinderrechte, Zivilcourage, Klimawandel etc. werden auf Wunsch bearbeitet. Parallel zu den Schüler*innen-Programmen findet ein Pädagog*innen-Training statt, das den Lehrkräften Einblick in die Themen der Schüler*innen bietet, sowie Methoden vorstellt, die zur nachhaltigen Verbesserung des Klassenklimas regelmäßig in der Schule angewendet werden können.
     

  • Netzwerk für Friedens- & Konfliktforschung und wissenschaftsgestützte Friedensarbeit in Österreich (NeFKÖ)
    Das NeFKÖ konstituierte sich im Juli 2016 als loses Netzwerk von Institutionen und Personen, die sich in Österreich in der Friedens- und Konfliktforschung und -arbeit engagieren. Es versteht sich in disziplinärer, wissenschaftstheoretischer, philosophischer und praktischer Hinsicht als pluralistisches Netzwerk, dem akademische ForscherInnen, Scholar-Practitioner sowie wissenschaftlich gestützt arbeitende pädagogische, politische oder soziale FriedenspraktikerInnen angehören. Es gibt regelmäßig einmal im Jahr ein Treffen zum Wissens-, Informations- und Erfahrungsaustausch. Ziele des Netzwerkes sind die Friedens- und Konfliktforschung und Friedensarbeit in Österreich zu stärken, deren Wirkungen sichtbarer zu machen, Kooperationen zu fördern sowie Synergien zu nutzen.

Auswahl abgeschlossener Projekte

  • OSCE Peacebuilding Training: Protecting National Minorities in the OSCE area
    Seit geraumer Zeit arbeitet das OSZE-Hochkommissariat zum Schutz nationaler Minderheiten mit der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Graz zusammen. Im Anschluss an die Veröffentlichung der Graz Recommendations on the Protection of National Minorities der OSZE, wird im Rahmen des Clusters ein Trainingsprogramm ausgearbeitet. Damit soll die praktische Umsetzung der Leitlinien unterstützt werden. Dabei richtet sich das Training an Regierungsangehörige, Beamten, aber auch an die Zivilgesellschaft aller OSZE-Mitgliedsstaaten.
     
  • Global Citizenship Education (MA-Programm)
    Der ULG „Global Citizenship Education“ bietet erstmals in Österreich eine umfassende Kombination von Politischer Bildung, Globalem Lernen, Interkultureller Bildung und Friedenspädagogik in einem zeitgemäßen Global Citizenship Education (GCE) Programm. Der sechssemestrige Universitätslehrgang will das Wahrnehmen und Verstehen global vernetzter Prozesse und globaler Perspektiven fördern und Kompetenz zur selbständigen Urteilsbildung und Entscheidungsfindung stärken.
    Mehr Infos dazu
     
  • Friedensforschung, Konfliktforschung, Demokratieforschung: Ein Handbuch
    herausgegeben von Blanka Bellak, Gertraud Diendorfer, Anton Pelinka und Werner Wintersteiner
    Die neu erschienene Publikation des CPD-Clusters „Friedensforschung, Konfliktforschung, Demokratieforschung. Ein Handbuch" beleuchtet die drei genannten Forschungsfelder sowie ihre interdisziplinären Gemeinsamkeiten in Theorie, Konzept und Methodik.
    Website des Verlages.
     
  • Sommerakademien an der Burg Schlaining 2012 bis heute
    Die Sommerakademie lädt seit über 30 Jahren alle Interessierten an die Burg Schlaining und ist mittlerweile ein beliebtes Diskussionsforum für regelmäßig über 200 Gäste aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Politik oder Staatsdienst geworden. So kommen jedes Jahr Interessierte aus ganz Österreich, aber auch aus Deutschland und der Schweiz.
    Infos zu vergangenen Sommerakademien.
     
  • State of Peace-Konferenzen
    Bei der jährlich stattfindenden State of Peace-Konferenz werden aktuelle Themen aus dem Bereich Frieden und Konflikt aufgegriffen.
    Infos zu vergangenen Konferenzen.

Ansprechpartner

MMag. Dr.

Maximilian Lakitsch

MA

Universitätsstraße 15 Bauteil B/I
8010 Graz

Telefon:+43 (0)316 380 - 6726

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