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Möglichkeiten und Grenzen der EU

Montag, 28.11.2016

Die State of Peace-Konferenz zu internationalen Konflikten und Lösungsstrategien fand erstmals an der Uni Graz statt

Von 23. bis 25. November 2016 fand an der Universität Graz die State of Peace-Konferenz zum Thema “EU Action and Global Justice” statt. Dabei diskutierten international renommierte Expertinnen und Experten die Möglichkeiten und Grenzen der Europäischen Union, die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungen ihrer Nachbarschaft zu beeinflussen. Die State of Peace-Konferenz zu Themen rund um internationale Konflikte und Lösungsstrategien wird seit über 30 Jahren vom Österreichischen Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung (ÖSFK) an der Burg Schlaining veranstaltet, fand aber heuer erstmals in Graz – dank der Anbindung des Conflict, Peace and Democracy Clusters an die juristische Fakultät der Karl-Franzens-Universität – statt.

Am ersten Panel zum Thema historische Hintergründe und gegenwärtige Rolle von Normen und Werten in der EU-Innen- und Außenpolitik saßen Stefan Lehne (Carnegie Europe), Claudio Corradetti (Universität Rom) und Joshua Castellino (Middlesex University). Das zweite Panel nahm den thematischen Faden auf und diskutierte die Problematik an den regionalen Beispielen Russland (Mikhail Antonov, Universität St. Petersburg), Türkei (Kerem Öktem, Universität Graz) und Balkan (Florian Bieber, Universität Graz). Schließlich wurde am letzten Panel über Wertgeleitete Politik und deren strategische Formulierung gesprochen (Andrea Warnecke, ÖSFK), mit einem Fokus auf marginalisierte Gruppen am Beispiel des Libanon (Tamirace Fakhoury, Lebanese American University) sowie einem Schwerpunkt auf staatliche soziale Absicherungen (Rana Jawad, University of Bath, UK).  Wiederkehrende Themen waren das gespannte Verhältnis zwischen idealistischen und pragmatischen Konzeptionen des Normtransfers sowie die Problematik widerstreitender Wertvorstellungen staatlicher und nicht-staatlicher Akteure. Eine weitere immer wiederkehrende Diskussion betraf die jüngsten Auswirkungen geostrategischer und innenpolitischer Interessen verschiedener EU-Staaten auf die (Um-)Gestaltung der EU als Wert- und Norm-geleiteter Akteur.

Für die öffentliche Podiumsdiskussion im Palais Kottulinsky am Abend des 24. November hatte sich der ehemalige EU-Erweiterungskommissar Štefan Füle als einer von mehreren Diskutanten angekündigt, welcher aber krankheitsbedingt leider absagen mussten. Am Podium diskutierten schließlich Stefan Lehne mit Hubert Isak (Universität Graz) und Benedikt Harzl (Johns Hopkins University). Wir dürfen mit einer Fortsetzung der interessanten Diskussionen rechnen, für die EU-Kommissar Füle sein Kommen zugesagt hat.

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