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Ringvorlesung

Multidisziplinäre Perspektiven zu Frieden und Konflikt

WS 2021/22 & SS 22

Der gesellschaftliche Alltag ist von zahlreichen Überschneidungen und Unvereinbarkeiten menschlicher Interessen geprägt. Zumeist sind diese Konflikte gewaltfrei, oftmals aber auch geprägt von physischer oder struktureller Gewalt. Sie manifestieren sich immer lokal, sind aber mehr und mehr von nationalen, regionalen und internationalen Interdependenzen geprägt. Konflikte prägen einen großen Teil menschlicher Wirklichkeit, von Situationen der Diskriminierung oder Ungerechtigkeit hin zu bewaffneter Gewalt und zwischenstaatlichem Krieg. Sind Konflikte als sichtbarer Ausdruck menschlicher Unzufriedenheit und damit verbundener Gewalt zwar ein Hinweis auf einen Handlungsbedarf und damit ein durchaus ein positiv behaftetes Phänomen, so ist ein Verbleiben in diesem Zustand meistens nicht wünschenswert. Dementsprechend bezeichnet Frieden eine erstrebenswerte Situation fernab von Gewalt.

Diesem breiten Spektrum des Problemfeldes entspricht ein sehr weit verzweigtes akademisches Feld, von Sozial-, Geistes- und Wirtschaftswissenschaften über die Rechtswissenschaften hin zu den theologischen Disziplinen. Diese Ringvorlesung gibt einen multidisziplinären Überblick über entsprechende an der Universität Graz verortete Forschungsfelder und Themenbereiche: von häuslicher Gewalt über Probleme demokratischer Partizipation zu bewaffneten Auseinandersetzungen in (Post-)Konfliktregionen.

Termine

13.10.: Was ist ein sozialer Konflikt? Christian Hiebaum (Institut für Rechtswissenschaftliche Grundlagen)

20.10.: Der „Friedensvertrag“ von St. Germain im Spannungsfeld von Frieden und Konflikt; Anita Ziegerhofer (Institut für Rechtswissenschaftliche Grundlagen)

27.10.: Das Flüchtlingsrecht als eine Antwort auf die Schrecken der Weltkriege; Lisa Heschl (UNI-ETC) [abgesagt]

3.11.: Kriegsgegnerschaft und österreichische Friedensbewegung; Werner Suppanz (Institut für Geschichte)

10.11.: Humanitäres Recht im bewaffneten Konflikt; Gerd Oberleitner (UNI-ETC)

17.11.: Kinder im bewaffneten Konflikt, Bernadette Knauder (ETC Graz)

24.11.: Sprachenrechte im Konflikt; Emma Lantschner (Zentrum für Südosteuropastudien)

1.12.: Power Sharing: Erfahrungen aus Bosnien, Nordmazedonien und dem Kosovo; Florian Bieber (Zentrum für Südosteuropastudien)

15.12.: Lokale Friedensabkommen und Konflikttransitionen, Jan Pospisil (ASPR Schlaining)

12.1.: Venezuela zwischen Demokratie und Anarchie, 1999-2022; Christian Cwik (Zentrum für Inter-Amerikanische Studien)

19.1.: Die Rechtsstaatlichkeitskrise als neue Konfliktlinie durch Europa; Aistė Mickonytė (Institut für Rechtswissenschaftliche Grundlagen)

26.1.: Die Afrikanische Union und „Verfassungswidrige Regierungswechsel“: Von einem moralischen Gebot zu einer völkerrechtlichen Forderung?; Erika de Wet (Institut für Völkerrecht und Internationale Beziehungen)

2.3.: Vom Töten aus Mitleid. Buddhismus und Gewalt; Franz Winter (Institut für Religionswissenschaft)

9.3.: Der Partner als Täter: Gewalt gegen Frauen; Birgitt Haller (Institut für Konfliktforschung)

23.3.: Toxische Männlichkeit im Netz am Beispiel von Incels; Brigitte Temel (Institut für Konfliktforschung)

30.3.: Intersektionale Benachteiligung und Strukturelle Gewalt: Alter und Migration; Anna-Christina Kainradl (Zentrum für Interdisziplinäre Alterns- und Care-Forschung)

6.4.: Obdach- und Wohnungslosigkeit als Formen struktureller Gewalt; Viktoria Eberhardt (Institut für Konfliktforschung)

27.4.: Mediation und Streitbeilegung; Sascha Ferz (Institut für Rechtwissenschaftliche Grundlagen)

11.5.: Active Citizenship Learning; Annette Sprung (Institut für Erziehungs- und Bildungswissenschaft)

18.5.: Globale Bildung im Zeitalter der digitalen Transformation; Ronald Tuschl (Institut für Bildungsforschung und PädagogInnenbildung)

25.5.: Literatur als Beitrag zu einer Kultur des Friedens; Werner Wintersteiner (ZFF Klagenfurt und ASPR Schlaining)

1.6.: Öffentliche Kunst und Konflikt; Judith Laister (Institut für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie)

8.6.: Im Schatten kollektiver Erinnerung an den US-amerikanischen Bürgerkrieg: Steinerne Denkmäler und literarischer Diskurs; Nassim Winnie Balestrini (Institut für Amerikanistik)

15.6.: Vom "Limes" zum "Eisernen Vorhang": Grenzen als kollektive Geschichtserfahrung in der österreichischen Geschichte: Historische Zuschreibung und museale Repräsentation; Nikolaus Reisinger (Institut für Geschichte)

22.6.: Kinder des Krieges: Zu den Nachkommen ausländischer Soldaten im 20. Jahrhundert; Barbara Stelzl-Marx (Institut für Geschichte & Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung)

29.6.: Kriegsreportage versus Friedensjournalismus: Warum ethischer Journalismus in Konflikten nicht selbstverständlich ist; Daniela Ingruber (Research Lab Democracy and Society in Transition, Donau Uni Krems)

Ansprechpartner

MMag. Dr.

Maximilian Lakitsch

M.A.

Universitätsstraße 15/B1
8010 Graz


SS 2022 Ort: HS 15.05 (RESOWI, E EG)

2.3.: Vom Töten aus Mitleid. Buddhismus und Gewalt
9.3.: Der Partner als Täter: Gewalt gegen Frauen
23.3.: Toxische Männlichkeit im Netz am Beispiel von Incels
30.3.: Intersektionale Benachteiligung und Strukturelle Gewalt: Alter und Migration
6.4.: Obdach- und Wohnungslosigkeit als Formen struktureller Gewalt
27.4.: Mediation und Streitbeilegung
11.5.: Active Citizenship Learning
18.5.: Globale Bildung im Zeitalter der digitalen Transformation
25.5.: Literatur als Beitrag zu einer Kultur des Friedens
1.6.: Öffentliche Kunst und Konflikt
8.6.: Im Schatten kollektiver Erinnerung an den US-amerikanischen Bürgerkrieg: Steinerne Denkmäler und literarischer Diskurs
15.6.: Vom "Limes" zum "Eisernen Vorhang": Grenzen als kollektive Geschichtserfahrung in der österreichischen Geschichte: Historische Zuschreibung und museale Repräsentation
22.6.: Kinder des Krieges: Zu den Nachkommen ausländischer Soldaten im 20. Jahrhundert
29.6.: Kriegsreportage versus Friedensjournalismus: Warum ethischer Journalismus in Konflikten nicht selbstverständlich ist

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